Umfahrung Königstetten

Während man in Königstetten „wünsch dir eine Umfahrung – das Land baut dir eine“ spielt, sollen die Gemeinden Wolfpassing und St.Andrä/Wördern im Verkehr ersticken.
Die Zählergebnisse der Tageshäufigkeiten des Kraftfahrzeugverkehrs im südöstlichen Tullnerfeld haben ergeben, dass sich die Errichtung einer Umfahrung von Königstetten erübrigt. Mehrere andere Ortschaften haben eine vergleichbar hohe Verkehrsrate, St. Andrä etwa liegt EIN DRITTEL über Königstetten.

Erschreckende Aussagen von den Visionären der Nachbargemeinden Königstetten und Muckendorf lösten bei den Umfahrungsgegnern Entsetzen aus. Leider wird immer deutlicher, dass der Einsatz der Umfahrungsgegner Johanna Nagl, Manfred Senger, Dipl Ing. Gsandtner, u.v.a., mit Unterstützung von Hr. Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Hermann Knoflacher gegen die Umfahrung nicht ausreichen wird, die Straßenbaulobby zur Vernunft zu bringen. Alle Gegenargumente wurden vom Tisch gefegt und als nicht relevant widerlegt. Wie die Verkehrsplaner des Landes Niederösterreich am 09.01.2013 bei einer Anhörung im Veranstaltungszentrum Muckendorf durchklingen ließen, können sich die Umfahrungsgegner, die bis zu diesem Zeitpunkt immerhin 1700 Unterschriften gegen die Umfahrung gesammelt hatten, nur mehr zwischen zwei Trassenführungen entscheiden.

Ganz klar ließ man durchklingen, dass es sich dabei um politische Entscheidungen von hohem Interesse handle und eine Aufgabe des Projektes keinesfalls zur Diskussion stünde. (Es lebe das Florianiprinzip!).

BGM Roland Nagl (Königstetten) hat bei dieser Besprechung durchklingen lassen, dass ihm die Strassenenge in Wolfpassing „wurscht“ und er ausschließlich für die Bürger von Königstetten verantwortlich sei. BGM Hermann Grüssinger (Muckendorf-Wipfing) beschwichtigte, dass wir uns in 20 Jahren sowieso im Speckgürtel von Wien befänden.

Interessante Geisteshaltung der Bürgermeister unserer Nachbargemeinden: anstatt diese Entwicklung hinaus zu zögern, fördern sie diese noch durch viel zu rasches Wachstum.

Den Verantwortlichen der Gemeinde Zeiselmauer-Wolfpassing bleibt leider nur mehr eine Schadensbegrenzung für Ihre Bürger zu erreichen – das heißt, eine ordentliche, verkehrsberuhigende Planung für die Ortseinfahrt von Wolfpassing-West zu fordern und so viel finanzielle Unterstützung vom Land zu lukrieren, dass zumindest die Kosten nicht zu Lasten der Bürger gehen.

Die Planungsarbeiten für die Ortseinfahrt Wolfpassing-West waren bereits 2010 fertiggestellt, wurden jedoch von Bürgermeister Wagner aus unerklärlichen Gründen bis zum September 2012 auf Eis gelegt. Trotz mehrmaliger Aufforderung durch die Liste „aktiv“ konnte das Vorhaben nicht beschleunigt werden. Diese träge Vorgehensweise von Wagner könnte sich ironischer Weise nun als Vorteil herausstellen, um die Verkehrssituation nochmals zu überdenken und um mehr verkehrsberuhigende Maßnahmen einzuplanen.

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