Es ist noch Faschingszeit, Frau Mag. B. Prewein

Heute Morgen habe ich ihre Facebook Seite geöffnet. So schön! So viele Erinnerungen bereicherten den regnerischen Tagesbeginn.

Frau Prewein, einsame Rekordhalterin glänzender hälftiger Abwesenheit in den letzten sechs Gemeinderatssitzungen. Das muss einer erst einmal nachmachen! Aber wer will schon schäbige Konkurrenz betreiben? 

Dennoch, sollte sie doch unerwartet ihre politischen Selbstdarstellungen beenden, dann wollen doch die Leute mit ihrem Namen etwas verbinden können. Die Gelegenheit versuchte sie uns zu geben. Allerdings leider nicht mit hervorragenden kreativen Glanzleistungen, sondern mit robusten Auftritten abseits der Gemeindestube. Ob Schwarz, Rot oder Orange, sie hat es allen gezeigt. Einsam versuchte die Reizbare, die nichtskönnenden Konkurrenten monoton wiederholend vorzuführen. Einmal vergeblich beim Staatsanwalt, dann wiederum bei der Bezirkshauptmannschaft. Die Aufsichtsbehörde der Gemeinden darf man dabei auch keinesfalls auslassen. Und wenn alles das nichts nützt, dann wird in einem Nebensatz ein Rechtsanwalt in Position gebracht. Reißen alle Stricke, dann tritt Frau Prewein souverän medial auf. Entweder im Eigenverlag oder in der NÖN. Ob Wasserleitung, Wald, Gebühren, Prüfungsausschuss, Bürgermeister, Vizebürgermeister, gesamter Gemeinderat, alter und kranker Ex-Banker, Volksschule, hirnlose Politiker. Gesetzesbruch, Vertuschung, alles muss der sich selbst erhöhenden Lichtgestalt Prewein dienlich sein. Wie peinlich.

Wenn wir einmal ganz ehrlich sein wollen und bei Ihnen Frau Prewein müssen wir das wohl. Schreiben Sie doch jetzt schon ihre privaten Memoiren. Wie wäre es mit dem Titel „Ich habe es allen gezeigt“? Missbrauchen Sie nicht die politische Bühne dafür. Grundsätzlich ist der redliche Gemeindebürger nicht nachtragend. Aber wer weiß wie lange, wenn Sie weiterhin Ihre vermeintliche Polittätigkeit mit durchschaubaren Transparenzfloskeln im Bezirksgericht oder wo immer, nur im Gemeinderat nicht, abarbeiten. Da würden Sie sehr bald einen Ordnungsruf des von Ihnen so lieb gewonnen Bürgermeisters einfordern.

Wolfpassing, 31. Jänner 2016, Christian Coreth.